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Tagesgeld

Wer sein Geld kurzfristig verfügbar haben möchte und trotzdem Wert auf hohe Zinsen legt, für den führt kaum ein Weg am Tagesgeldkonto vorbei. Gerade jetzt scheint eine Anlage besonders attraktiv, da die Banken sich bei ihrem Bemühen um Neukunden mit guten Konditionen geradezu überschlagen. Doch natürlich ist auch hier Vorsicht geboten - Nicht jedes auf den ersten Blick unschlagbare Tagesgeld-Angebot sollte ohne sorgfältige Überprüfung der Bedingungen und ohne jeglichen Vergleich angenommen werden.
Vorteile:
Gegenüber anderen Anlageformen bietet das Tagesgeldkonto einige überzeugende Vorteile.

Vorteile:
Vorteil 1: Zunächst einmal ist hervorzuheben, dass der Kunde täglich über sein eingezahltes Geld verfügen kann. Hier gibt es lediglich einige Ausnahmen, bei denen gesonderte Konditionen gelten.
Vorteil 2: Im Vergleich mit dem Klassiker Sparbuch schneiden die meisten Tagesgeld-Angebote sehr gut ab. Dies liegt nicht nur an der beim Sparbuch einzuhaltenden Frist zur Abhebung der Beträge, sondern vor allem an der zumeist deutlich höheren Verzinsung des Tagesgeldes.
Vorteil 3: Zahlreiche Banken ermöglichen es ihren Kunden mittlerweile, ihr Konto online zu führen. So können alle Ein- und Auszahlungen bequem von zu Hause aus getätigt werden.
Vorteil 4: Ein weiterer Pluspunkt ist die kostenlose Kontoführung, die bei vielen Anbietern selbstverständlich ist.
Vorteil 5: Mehrere Banken zahlen sogar vierteljährlich Zinsen auf das Tagesgeld, einige sogar monatlich.
Vorteil 6: Bei einer Insolvenz der Bank muss der Sparer nicht um sein Tagesgeld fürchten, denn viele Banken in Deutschland sind Mitglied im Einlagensicherungsfonds, der eine hohe Rückzahlungssumme garantiert. Mindestens aber greift die gesetzliche Sicherung, die Beträge bis 20.000 Euro bis zu 90% absichert.
Vorteil 7: Abschließend ist noch erwähnenswert, dass oftmals kein Mindestanlagebetrag vorgegeben ist, das Tagesgeld folglich ab dem ersten Euro bereits verzinst wird. 

Nachteile:
Bei aller Euphorie bezüglich steigender Tagesgeld-Zinssätze darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es durchaus einige kritische Aspekte zu berücksichtigen gilt. Es handelt sich dabei jedoch um Probleme, die sich aus den speziellen Konditionen bestimmter Banken ergeben und nicht grundsätzlich alle Tagesgeldkonten betreffen. So kann es vorkommen, dass
... die Bank ein Limit vorgibt, bis zu dem eine Verzinsung zum angebotenen Satz erfolgt.
... eine Mindestsumme angelegt werden muss, bevor ein Zins gezahlt wird.
... die Laufzeit des Angebots beschränkt ist.
... die beworbenen Produkte - sprich die Zinssätze - lediglich für neue Kunden gelten. 

Risiko:
Wer sich dafür entscheidet, sein Geld auf einem Tagesgeldkonto zu parken, der muss sich in den meisten Fällen wenig Gedanken um mögliche Risiken machen. Zum einen sind die meisten Anbieter in Deutschland Mitglieder im Einlagensicherungsfonds der Banken, sodass der Tagesgeld-Kunde im Falle der Insolvenz alle eingezahlten Beträge bis zu einem gewissen Limit zurückfordern kann.
Anders sieht es bei einigen, vornehmlich ausländischen Anbietern aus. Hier kann es durchaus vorkommen, dass lediglich Einlagen bis zu einer gewissen Höhe, meist 20.000 Euro, garantiert werden. Zudem ist darauf zu achten, ob nicht zusätzlich noch - wiederum im Falle der Pleite - die Rückerstattung selbst bei Beträgen unter 20.000 Euro noch um etwa 10% gekürzt wird.
Ein weiteres, verhältnismäßig kleines Risiko besteht bezüglich der termingerechten Auszahlung. Wer sein Tagesgeld online verwaltet, kann sich dies in der Regel zwar aufgrund der vereinbarten täglichen Verfügbarkeit jederzeit auszahlen lassen. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass dann noch einige Tage vergehen können, bis das Geld auf dem Referenzkonto sichtbar oder gar verfügbar ist. Unter Umständen kann so ein Zahlungsverzug entstehen, wenn beispielsweise sofort Rechnungen über das Referenzkonto beglichen werden müssen. Grundsätzlich kann beim Tagesgeld jedoch von einem relativ geringen Risiko gesprochen werden.       

Lockangebote: Wie kann es sich für eine Bank eigentlich rechnen, so fragt sich der aufgeklärte Verbraucher, wenn sie mir über 5% Zinsen auf mein Tagesgeld bietet? Schließlich könnte sie sich das Geld doch viel günstiger auf dem Markt beschaffen und damit arbeiten.

In erster Linie geht es den Anbietern hochverzinster Tagesgeldkonten allerdings gar nicht ausschließlich darum, Kunden für dieses Konto zu gewinnen, sondern vielmehr über das Konto. Viele Banken erhoffen sich auf diese Art und Weise einen größeren Kundenstamm aufzubauen, der dann neben dem Tagesgeld noch weitere Produkte in Anspruch nimmt, mit denen die Bank dann wiederum Gewinn einfährt. Zugleich setzt die eine oder andere Bank möglicherweise auf die Trägheit ihrer Kunden. Hat man erstmal ein Tagesgeldkonto eröffnet, so zieht man sein Geld nicht unbedingt bei der ersten Absenkung des Zinssatzes wieder ab. Schließlich wäre damit wieder ein möglicherweise größerer Aufwand verbunden.
Selbstverständlich kann man nicht allen Anbietern unterstellen, sie würden Lockangebote am Markt platzieren. Die hohe Zahl gutverzinster Tagesgeld ist aber ein recht eindeutiges Indiz dafür.    

Tagesgeld oder Festgeld?
Die Banken buhlen um neue Kunden, und je intensiver sich der Wettbewerb gestaltet, desto höher steigen die Zinsen für Geldanlagen. Dies gilt insbesondere für die beiden beliebten Anlageformen Tagesgeld und Festgeld. Gegenüber dem meist eher dürftig verzinsten Guthaben auf dem klassischen Sparbuch bieten sowohl das Tages- als auch das Festgeld bei vielen Banken attraktive Zinssätze.

Ein Blick in die vergangenen Jahre zeigt, dass traditionell das Festgeld meist mit einer besseren Verzinsung aufwartet. Dies ist kaum verwunderlich, denn hier legt der Kunde einen Betrag über einen vereinbarten Zeitraum "fest" an. Er kann während dieser Zeit nicht über sein Geld verfügen und die Bank kann mit seiner Anlage arbeiten. Diese Planungssicherheit lässt sich die Bank also etwas kosten.

Weniger konkret kann die Bank planen, wenn der Kunde lediglich ein Konto für das Tagesgeld einrichtet. Schließlich ist die Einlage in diesem Fall - abgesehen von wenigen Ausnahmen mit Sonderkonditionen - täglich verfügbar. Wer also Tagesgeld bevorzugt, kann über sein Geld recht zeitnah verfügen.

Somit ergeben sich die Vor- und Nachteile der beiden Anlagemöglichkeiten: Der Tagesgeld-Kunde bleibt flexibel und erhält bei der Wahl des richtigen Instituts trotzdem eine recht hohe Verzinsung. Der Festgeld-Kunde freut sich - natürlich auch an dieser Stelle ein gutes Angebot vorausgesetzt - über eventuell höhere Zinsen, kann aber bei Bedarf nicht auf sein angespartes Kapital zurückgreifen. Bei größeren Anschaffungen muss hier das Ende der Laufzeit abgewartet werden - es sei denn, der Kunde besitzt noch anderweitig flüssige Mittel.

Neuerdings ist aber zu beobachten, dass Banken mit sehr hohen Zinssätzen für das Tagesgeld auf Kundenfang gehen. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass ein Tagesgeld-Anbieter zahlreiche Festgeld-Offerten der Konkurrenz überbietet. Insofern sollte vor einer Geldanlage ein umfangreicher Vergleich bezüglich der Konditionen durchgeführt werden.    

Einlagensicherung:
Bei Einzahlungen auf sein Tagesgeldkonto kann sich der Kunde in den meisten Fällen relativ sicher sein, dass er seine angesparten Beträge selbst bei einer Insolvenz der Bank zurück erhält. Dafür sorgt in Deutschland der so genannte Einlagensicherungsfonds, dem zahlreiche namhafte Banken angehören. Eine sehr hohe Sicherungssumme sorgt dafür, dass fast alle Besitzer eines Tagesgeldkontos selbst bei einer internationalen Bankenkrise wie Anfang des Jahres 2008 beruhigt schlafen können.
Wer beabsichtigt, sein Geld auf ein Tagesgeldkonto einzuzahlen, dessen Anbieter nicht Mitglied im Einlagensicherungsfonds ist, sollte Vorsicht walten lassen. Hier gibt es im Falle einer Pleite lediglich maximal 20.000 Euro vom Tagesgeld zurück. Zugleich beträgt die Entschädigung nur 90% der betroffenen Summe.   
Wer sich etwas eingehender mit dem Thema "Tagesgeld" beschäftigt - sei es einfach aus Interesse oder wegen eines konkreten Anlagewunsches - der wird feststellen, dass sich die Anbieter phasenweise geradezu überschlagen mit neuen Tagesgeldkonten. Natürlich wird bei den jeweiligen Tagesgeld-Angeboten meist ein bestimmter Aspekt besonders betont. Meistens handelt es sich konkret um die Verzinsung der Geldanlage.
Doch wer das erstbeste Angebot annimmt, begeht unter Umständen einen folgenschweren Fehler. So kann es beispielsweise sein, dass der hohe Zinssatz an weitere Voraussetzungen gebunden ist oder nur für einen begrenzten Zeitraum gilt. Deshalb empfiehlt sich ein intensiver Vergleich. Allerdings ist ein Vergleich bei der Vielzahl von Tagesgeld-Angeboten recht zeitintensiv, weshalb man sich auf einige wesentliche Punkte beschränken sollte. Ein sinnvoller Vergleich könnte unter anderem folgende Punkte berücksichtigen:

Vergleich:
Vergleich 1: Wie hoch ist der Zinssatz?
Vergleich 2: Existiert eine Mindesteinlage? Muss ich also eine bestimmte Summe mindestens einzahlen, um in den Genuss der Zinsen zu kommen?
Vergleich 3: Existiert eine Maximaleinlage? Gibt es eine Beschränkung, bis zu der der Zinssatz gewährt wird?
Vergleich 4: Ist der Zinssatz zeitlich beschränkt? Erhalte ich also nur beispielsweise für 6 Monate die Zinsen aus dem Angebot und anschließend bedeutend weniger?
Vergleich 5: Sind weitere Leistungen, kostenlos oder kostenpflichtig, inbegriffen?
Vergleich 6: Ist mein Tagesgeld bei einer Krise oder gar Pleite des Anbieters sicher? Wenn ja, bis zu welchem Betrag? Eventuell ist das Tagesgeld sogar über den Einlagensicherungsfonds der Banken gesichert, wo eine recht hohe Sicherungsgrenze im Falle der Insolvenz gilt.
Vergleich 7: Möchte ich mein Tagesgeldkonto online führen oder persönliche Beratung vor Ort erhalten? Gibt es vielleicht Angebote, bei denen beides möglich ist?
Vergleich 8: Ist das Angebot an weitere Voraussetzungen gekoppelt? Teilweise wird z.B. die Eröffnung eines Wertpapierdepots verlangt, auf dem dann Wertpapiere in vorgeschriebener Höhe deponiert werden müssen.
Vergleich 9: In welchen Abständen erfolgt die Zinsgutschrift? Üblich sind monatliche und vierteljährliche Abrechungen sowie Gutschriften am Ende des Jahres.
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Vergleiche sind beim Tagesgeld natürlich möglich. Je intensiver der Vergleich ausfällt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde später unzufrieden ist.